FRAKALE

Kenen Sie Aussprüche wie "Wie im Kleinen, so im Großen. Wie im Großen, so im Ganzen" und "Wie die Krone, so die Wurzel"? - Dann wissen Sie im Grunde genommen schon, was Fraktale sind.

Grob gesagt: Etwas, was erschaffen wurde, ist seinem Erschaffer ähnlich - und das, was er wiederum erschafft, wird wiederum ähnlich sein. Wobei hier nicht unbedingt gilt, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. - Anders als in dem negativ konnotierten Sprichwort ist jedes Fraktal zwar in ähnlichen Fraktalen der Vergangenheit und der Zukunft eingebunden, aber selbst für sich vollkommen selbstorganisierend, d.h. selbstständig. Die Abhängigkeit schließt Unabhängigkeit nicht aus - und umgekehrt.

Doch natürlich gibt es dazwischen einSpannungsfeld, was nicht leicht verständlich ist.

Fraktale finden wir am Beispiel der Natur. Da ist ganz aktuell: die Zwiebel. Ihre Wurzel sieht der Knospe ähnlich; öffnet sich diese, erscheinen tausende kleiner Blütenblätter, die wiederum Ähnlichkeit aufweisen. Dann entblättert sich der Samen - und wiederum sieht man Ähnlichkeiten. Jeder Teil für sich ist zusammen eine Einheit und hat doch seine ganz eigenen "Aufgabenbereiche". So ist der Samen am Ende des Blütenblattes einerseits ein Kind; andererseits ist im Samen schon eine neue Wurzel für neue Früchte angelegt.

By the way: Sollte Sie jemand fragen, wie das Welthungerproblem gelöst werden kann... schenken Sie ihm eine Zwiebel und sagen Sie ihm, er soll sich darum kümmern. Um diese 1 Zwiebel. Aus 1 Wurzel werden 2 Knospen, aus 2 Knospen werden über 50 Samen, und aus über 50 Samen werden über 50 neue Zwiebeln, die wiederum... usw.
Die Natur gibt uns mehr als genug Nahrung. Sind wir gute Gärtner für uns selbst und 1 Bezug, - und teilen wir die Ernte - so entsteht kein Mangel.

Mein Lieblingsfraktal ist übrigens das Buddhabrot. Ein Bild findet sich auf wikipedia.

​© 2015 by KX by the sea at the tree.

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