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  • Neo Zanshin

Karate-Do vs. Ken-Do --- oder: Bademantel vs. Kampfanzug

Kara-te-Do = Weg der leeren Hand. "Es gibt keinen ersten Angriff." Farbe: weiß

Herkunft: Es gab einmal Bauern, die unterdrückt wurden. Aus ihren normalen Arbeitstätigkeiten auf dem Reisfeld entwickelten diese Verteidigungstechniken gegen die Herrschenden und dessen Soldaten. Als die Herrschenden diese Art Revolution bemerken, bildeten sie ihre eigenen Soldaten (Samuraj) im Karate aus - und zwar: die lautlosen schwarzen Kämpfer. Die Ninjas entstanden. Und sie waren ausgerüstet wie Soldaten. Sie waren das SEK oder die Special Force des unterdrückenden Staates. Sie waren schwarz gewandet, unfassend und als perfekte Krieger ausgebildet. Und engagiert als lautlose Killer.

Ken-Do = Weg des Schwertes. "Wer verteidigt, verpasst die Gelegenheit zum Angriff." Farbe: schwarz

Herkunft: Es gab einmal Bauern, die unterdrückt wurden. Aus ihren normalen Arbeitstätigkeiten auf dem Reisfeld entwickelten diese Verteidigungstechniken gegen die Herrschenden und dessen Soldaten. Als die Herrschenden diese Art Revolution bemerken, bildeten sie ihre eigenen Soldaten (Samuraj) im Karate aus - und zwar: die lautlosen schwarzen Kämpfer. Die Ninjas entstanden. Und sie waren ausgerüstet wie Soldaten. Sie waren das SEK oder die Special Force des unterdrückenden Staates. Sie waren schwarz gewandet, unfassend und als perfekte Krieger ausgebildet. Und engagiert als lautlose Killer.

Gi = Kampfanzug. "Ein Gi ist ein Gi." Farbe: weiß oder schwarz; ggf. (d.h. im Sportkampf) dunkelblau

Ich betreibe (weißes) Karate und trage einen schwarzen Gi. Dan Jörgen zieht mich deswegen bei jeder Gelegenheit deswegen auf und zeigt seinen Unmut deswegen. Dan Helge hingegen gab im persönlichen Gespräch zu, dass auch sein erster Gi schwarz gewesen sei. Beide fragten mich, warum ich schwarz wählte. Meine Antwort: "Es sieht besser aus. Das macht Eindruck." --- Mittlerweile ist die Hälfte des Welpenkurses in schwarzen Karate-Anzügen. Das habe ich nicht beabsichtigt. Und das passierte den Dans zum 1. Mal: ein schwarzer Karate-Kurs.

Helge findet es gut, dass ich mich zum Karate UND schwarzen Gi bekenne; Jörgen sagt: "Ein Gi ist ein Gi.". Meine Antwort: "Naja, wenn ich erstmal einen schwarzen Gurt trage, sieht der weiße Anzug dann besser aus. So als Kontrast." Jörgens Antwort: "Nee, dann kommt der schwarze Gi erst richtig gut."

Frag mich nicht, wo ich stehe: Ich stehe. Und der Ort hat keinen Namen und keine GPS-Daten. Immer zwischen Nicht-Angriff und schützende Täuschung durch dunkle Anzüge. ... Mein schwarzer Gi ist wie meine schützende Bühnenkleidung - und ich rate jedem dazu(!), sie ist immer sauber und gebügelt und sieht immer gut aus --- und trägte doch die weiße Farbe des Verborgenen. Mein weißer Gi ist mein weißer Bademantel, der mich wärmt, wenn ich nackt bin - sei es körperlich oder rein seelisch & privat, wenn ich im Arbeitszimmer im Sessel sitze und allen Bildern folge, die dort rumgeistern und welche dann Bühnen-Programme auf den Weg schicken. Oder in den ich mich wande, um Tee zu kochen, wenn... .

(Das auf dem Bild bin übrigens ich - fotografiert von Ralf Arndt [Künstlername "Mensch Berlin"]. Ich hatte mal die Idee, auf der Bühne unsichtbar zu sein - aber machte die Erfahrung, dass man in diesem weißen Anzug den Raum verliert: man tappt im Dunkeln)


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